3d Drucker steht auf einem Tisch

Druckvoll zum Erfolg – Welcher 3D-Drucker für die eigenen Firma?

Als das ZDF über Waffen aus dem Drucker berichtete, sorgte allein die Vorstellung von einer solchen zukünftigen Vorgehensweise, für Kopfschütteln und fasziniertes Staunen. Können Terroristen in Zukunft Waffen per Knopfdruck erstellen? Allein der Gedanke, ist beängstigend.

Doch das Phänomen ist nicht neu. Bereits 2013, berichtete der Spiegel von einer amerikanischen Firma, der es problemlos gelang eine Waffe aus Metallpulver zu drucken. Geschmälert wurde diese Leistung nur durch den enorm hohen Preis. Ungefähr 130.000 US-Dollar, standen für den Kauf eines solchen Hochleistungsdruckers demnach zu Buche.

Industrieller Nutzen und motivierte Designer

Im industriellen Umfeld, kommen 3D-Drucker immer besser zur Geltung. Die Fertigung von Werkzeugen, noch vor Jahren durch materielle Schwächen belächelt, wird derzeit von vielen Firmen bereits erfolgreich vorgenommen. Neuere Materialien, wie das erst vor kurzem speziell entwickelte Kunstharz der Firma Formlabs, werden in naher Zukunft wohl vieles vereinfachen.

Doch auch andere Wirtschaftszweige, könnte die 3D-Technologie in Zukunft revolutionieren. Vom Architekten bis zum Möbeldesigner, ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Modellanfertigung, wäre hier nur als ein Beispiel zu nennen. Visualisierung auf einer ganz neuen Ebene.

Finger halten einen kleinen Ball
Ball aus dem 3D-Drucker

Neue Marktlücken

Wie in der Automobilbranche, in welcher sich China bereits seit Jahren auf die Konstruktion von Elektroautos spezialisiert hat, wird auch beim 3D-Druck versucht, den weltweiten Markt zu erschließen. Bereits im April diesen Jahres, berichtete die Welt von ,,Der Villa“. Einem 1100 m² großen Gebäude, das vollständig aus ausgedruckten Bauteilen gefertigt wurde. Eine Technik, die schon bald zum preiswerten Wohnungsbau genutzt werden könnte.

Die beliebtesten Modelle

Auf dem Markt, gilt beim Kauf eines 3D-Druckers normalerweise eine recht einfache Regel: Je neuer, desto besser. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die noch relativ junge Technologie, mit jedem Update neues Potenzial entfaltet. Billiganbieter oder Baukästendrucker, sollte man nur in Betracht ziehen, wenn man selber über ein gewisses Know-How verfügt, da Ausbesserungen meistens vonnöten sind und selbst vorgenommen werden müssen. Um hochwertige Ergebnisse zu erzielen, die auch dem eigenen Betrieb gerecht werden, eignen sich folgende Geräte:

1.) Ultimaker UM 2
Preisspanne: 2.191 € (Amazon) – 2.299 € (iGo 3D)
Infos: Der Ultimaker UM 2, gehört derzeit zu den absoluten Bestsellern im 3D-Druckbereich und lässt sich vornehmlich für den allgemeinen Modellbau, sowie für die Verwendung in medizinischen Einrichtungen nutzen. Gleichzeitig zählt er zu den schnellsten, derzeit erhältlichen Geräten (300 mm/s).

2.) PP3DP UP! Plus
Preisspanne: 1.102 € (Amazon) – 900 € (nodna)
Infos: Als Underdog ins Rennen gestartet, überzeugt die Plusversion des PP3DP UP!, durch eine einfache Funktionsweise und ein eher technisch angehauchtes Design. Wie auch beim UM 2, lässt sich dieser Drucker problemlos für sämtliche Formen verwenden. Gerade die Software, wird von Kunden immer wieder für ihre Anpassbarkeit, auch bei komplexen Formen, gelobt.

3.) Wanhao Duplicator 5S 3D-Drucker
Preisspanne: 1.995 € (Amazon)
Infos: Wie bereits in der Einleitung erwähnt, versucht sich China durch neue Techniken und Marktsegmente zu profilieren. Der erst im November 2014 erschiene Drucker, überzeugt durch ein zeitgemäßes und stabiles Standdesign und durch eine ebenfalls recht schnelle Fertigungszeit. Für ein in der oberen Preisklasse angesiedeltes Gerät, ist der Anwendungsspielraum vollkommen ausreichend. Selbst kleinste Komponenten, wie Zahnräder und Schrauben, können so in Eigenregie hergestellt werden.

Weitere Tipps

Wem die hier aufgeführten Geräte zu teuer sind, kann alternativ auf Modelle wie den Andoer Reprap Prusa I3 (aktuell bei 480 €) oder den XYZprinting da Vinci 1.0 (570 €) zurückgreifen. Die Ergebnisse hier, können jedoch meist nicht mit den höherklassigen Produkten mithalten. Für Firmen, eignen sie sich daher nur bedingt.

Was wir in Zukunft von der 3D-Technik zu erwarten haben, steht noch immer in den Sternen. Wird BPMN 2.0, in firmeninterner Umgebung, bald durch ausgedruckte Symbole ersetzt, die für alle sichtbar an einer Tafel im Hauptbüro hängen? Und wie wirkt sich die Vormachtsstellung Chinas auf deutsche Unternehmen aus? Fragen, die in Zukunft wohl öfters gestellt werden.